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Welpen sozialisieren

In der Sozialisierungsphase lernen Welpen den Umgang mit anderen Tieren und Menschen. Darauf sollten Sie achten.

Die Sozialisierung ist für die Zukunft eines Welpen von entscheidender Bedeutung. Er sollte die Möglichkeit erhalten, verschiedenste Haustiere, Artgenossen und Menschen kennenzulernen.

Sozialisierung des Welpen

Die Prägephase des Welpen ist eng verbunden mit der Sozialisierung des Welpen. Hierbei geht es vor allem um den Umgang mit anderen Tieren und Menschen. Die Grundlagen dafür wurden schon von der Mutter und den Geschwistern sowie dem Züchter gelegt und müssen nun durch Sie fortgesetzt werden. Erkunden Sie mit ihm langsam die Umgebung und machen Sie ihn mit anderen Hausgenossen wie der Katze, dem Hamster, Wellensittich oder Nachbarshund bekannt.

Wenn der Impfschutz steht, was üblicherweise ungefähr in der 16. Lebenswoche der Fall ist, sollten Sie Ihren Hund verstärkt in Kontakt mit Artgenossen kommen lassen. Er muss jetzt weiter lernen, wie sich Hunde untereinander zu benehmen haben und wie sie sich hierbei ausdrücken. Eine sehr gute Möglichkeit hierfür sind Welpen- und Junghundespielgruppen, die in vielen Hundevereinen und Hundeschulen angeboten werden. Zumeist ist hier auch eine qualifizierte Anleitung seitens der Ausbilder gegeben. Doch schauen Sie sich die Sache erst einmal eine Zeit lang an und entscheiden Sie dann, ob Ihr Welpe hier dauerhaft mitmachen soll.

Um eine solche Gruppe zu finden, können örtliche Hundevereine, ein Tierschutzverein, das Tierheim oder Tierärzte behilflich sein. Außerdem können Sie andere Hundehalter oder das Internet befragen. Gibt es nichts Derartiges in Ihrer Nähe, organisieren Sie doch selbst etwas. In Kontakt mit anderen Hundehaltern kommt man zumeist ganz leicht. Vereinbaren Sie einfach zwanglos ein Treffen mit mehreren Hunden auf einer Wiese oder im Park und lassen Sie Ihre Tiere zusammen spielen.

Sozialisierung in einer Welpengruppe

Eine Welpengruppe sollte sowohl hinsichtlich des Alters und der Größe der Hunde als auch dem Temperament der einzelnen Hunde entsprechend gebildet werden. Eine positive Sozialisierung des Welpen findet nur dann statt, wenn mit Hundeverstand und Einfühlungsvermögen gearbeitet wird. Der jüngere wird vom älteren Hund lernen, wie er sich zu verhalten hat. Mobben ist unbedingt zu unterbinden. Dass man den Kontakt gleichgeschlechtlicher, erwachsener Hunde entsprechend vorsichtig anbahnt, versteht sich von selbst. Hier sollte man in jedem Fall eine erfahrene Person hinzuziehen, die eine eventuelle Eskalation oder Aggression erkennt und verhindern kann.

Weit verbreitet ist die Ansicht, dass junge Hunde “Welpenschutz“ genießen. Das stimmt jedoch nur im eigenen Rudel, nicht aber unter fremden Hunden! Die Erziehungsmaßnahmen der Hunde untereinander wirken auf uns, unter Umständen, ausgesprochen rüde. Aber ein junger Hund muss eben auch lernen, dass nicht jeder andere Hund seine Nähe duldet und mit ihm spielt. Daher sollten Sie ihn nur dann Kontakt zu anderen Hunden aufnehmen lassen, wenn deren Besitzer einverstanden sind und keine “Verletzungsgefahr“ besteht.

Sozialisierung des Welpen im Alltag

Es gibt durchaus Hunde, die einfach keine Welpen mögen und sich durch das quirlige Verhalten des “jungen Gemüses“ belästigt fühlen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Welpe, diese “Brummbären“ in Ruhe lässt. So lernt Ihr Hund gleich, dass er nicht zu jedem Artgenossen darf und ihm bleibt eine derbe Abreibung erspart. Üben Sie Rücksicht – Ihr Welpe wird auch älter und zählt vielleicht eines Tages ebenfalls zu den “Brummbären“ …

TIPP:

Lassen Sie Ihren Welpen nicht wahllos mit jedem Artgenossen Kontakt aufnehmen, sondern fragen Sie vorab dessen Besitzer. Wenn der andere Hund freundlich ist, lassen Sie die beiden miteinander spielen – aber ohne Leine. Dann kann es nicht zu unschönen Verwicklungen kommen und Ihr Hund lernt auch, dass man an der Leine gesittet laufen und nicht herumtollen soll.

Außerdem gibt es leider noch viele Hunde, die nicht richtig sozialisiert sind. Diese Hunde reagieren bei Kontakt mit Artgenossen “völlig gestört“. Es ist zumeist nicht die Rasse, die ein Tier auffällig werden lässt, sondern fast immer Unvernunft, Unverstand und die Versäumnisse seiner Besitzer. Es ist sehr wichtig, dass Ihr Welpe Kontakt zu anderen Hunden hat, aber eben nicht zu jedem. Treffen Sie bewusst die Entscheidungen, mit welchem Artgenossen Sie Ihrem Hund den Umgang gestatten.

Sozialisierung mit Menschen

Nicht nur der Umgang mit anderen Hunden muss gelernt werden, auch gegenüber Menschen müssen Welpen lernen, wie sie sich zu verhalten haben. Das gilt zum Beispiel im Umgang mit einem Baby oder Kleinkind. Diese können mit unerwarteten Handlungen einen Hund erschrecken. Deshalb sollten sie nicht unbeaufsichtigt bleiben. Auch wäre es falsch, den Hund zu bestrafen, wenn er in einem solchen Fall knurrt oder bellt. Er muss solche Situationen erst kennenlernen und als unproblematisch abspeichern. Eine Bestrafung könnte dazu führen, dass er die Maßregelungen mit dem Kleinkind verknüpft und dieses negativ abspeichert. Man sollte hier sehr einfühlsam vorgehen und dem Hund weiterhin genügend Aufmerksamkeit schenken.

Kinder bis zu einem Alter von etwa 13 Jahre sehen Hunde oft als gleichberechtigte Wurfgeschwister an. Mit ihnen kann man prima spielen – zu sagen haben sie einem aber eigentlich nichts und dürfen einem auch nichts wegnehmen. Das sollte Kindern bewusst gemacht werden! Die Erziehung obliegt zum allergrößten Teil den Eltern. Üblicherweise gibt es einen oder zwei Rudelführer, die akzeptiert werden (sollten). Sie sind verantwortlich für die Sozialisierung des Junghundes. Dementsprechend gewissenhaft sollten sie ihre Aufgabe ausführen. Das zahlt sich üblicherweise ein Leben lang aus.

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