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Wenn eine Hündin läufig wird, ist es wichtig zu wissen, wie der Zyklus abläuft und was zu tun ist. Es gibt verschiedene Anzeichen, die die unterschiedlichen Phasen der Läufigkeit kennzeichnen.
Hunde wachsen unterschiedlich schnell: Ein kleiner Hund kann bereits im Alter von nur 7 Monaten ausgewachsen sein, während sich dieser Zeitraum bei einem großen Hund über mehr als ein Jahr hinzieht. Frühestens, wenn sie annähernd Ihr Erwachsenengewicht erreicht haben, werden Hunde geschlechtsreif und damit fortpflanzungsfähig.
Daher ist der Zeitpunkt, wann bei einer Hündin die erste Läufigkeit auftritt, sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt liegt er zwischen dem 9. und 11. Lebensmonat.
Es gibt aber auch Hunde, die bereits mit 6 Monaten oder erst mit 18 Monaten zum ersten Mal läufig werden. Verbunden ist dieser Zeitpunkt mit starken hormonellen Veränderungen, die sich teilweise deutlich auf das Verhalten der Hündin auswirken.
Ebenso wie beim Zeitpunkt der ersten Läufigkeit gibt es auch bei den Intervallen deutliche Unterschiede. Im Durchschnitt wird eine Hündin alle sechs bis acht Monate läufig. Je nach Rasse, körperlicher Entwicklung und Größe des Hundes kann die Läufigkeit jedoch auch bereits nach vier oder erst nach zwölf Monaten erneut auftreten.
Der Beginn der zweiten Läufigkeit gibt einen Anhaltspunkt, mit welchen Intervallen man bei der betreffenden Hündin rechnen kann. Jedoch sind diese Zeitabstände nicht „in Stein gemeißelt“. Einflüsse wie die Rudelstruktur, die Entwicklung der Jahreszeiten oder auch andere hormonelle Vorgänge im Körper der Hündin können die Intervalle verkürzen oder verlängern. Aber auf jeden Fall haben Sie einen Richtwert, und sollte die Hündin das bekannte Intervall irgendwann einmal deutlich überschreiten, ist ein Tierarztbesuch angebracht. Übrigens:
Selbst im fortgeschrittenen Alter werden Hündinnen weiterhin „heiß“, denn Hunde kennen keine Wechseljahre.
In den meisten Fällen ist eine Läufigkeit sehr einfach aufgrund der damit verbundenen Blutung zu erkennen. Gelegentlich kommt es jedoch zu einer „stillen Läufigkeit,“ auch „stille Hitze“ oder „trockene Läufigkeit“ genannt. In diesem Fall treten weder Blutung auf, noch schwillt die Vulva an. Das Problem hierbei ist, dass die Läufigkeit nicht bemerkt und daher keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.
Sollte es in dieser Phase zu einem Deckakt kommen, kann eine unerwünschte Trächtigkeit die Folge sein. Sollte daher eine üblicherweise anstehende Läufigkeit nicht sichtbar eintreten, solltest du mit deiner Hündin zum Tierarzt gehen. Durch eine Hormonmessung kann er die aktuelle Phase des Zyklus‘ feststellen.
Alle paar Monate beginnt der Zyklus einer Hündin von vorn. Er wird unterteilt in folgende vier Phasen:
In der Phase der Läufigkeit riechen Hündinnen für Rüden unwiderstehlich. Dementsprechend aufdringlich verhalten sie sich. Um der Hündin Stress zu ersparen, sollten gegebenenfalls Gassirouten abgeändert oder auf den Besuch einer frequentierten Hundewiese vorübergehend verzichtet werden.
Im Normalfall wissen sich Hündinnen in der Vorbrunst zu wehren, ein Deckakt ist jedoch nur sicher zu vermeiden, wenn die Hündin während der gesamten Läufigkeit an der Leine bleibt. Diese „heiße Phase“ beginnt ungefähr 10 Tage nach der ersten Blutung und macht sich dadurch bemerkbar, dass der Scheidenausfluss wässriger und weniger blutig wird. Außerdem ist die Hündin nun Rüden gegenüber nicht mehr abgeneigt.
Wenn Du die fruchtbaren Tage mit absoluter Sicherheit wissen möchtest, musst Du einen Tierarzt aufsuchen. Als grober Richtwert für die „Standhitze“ gelten 8 bis 10 Tage. Allerdings ist auch das von Hündin zu Hündin (und teilweise auch von Läufigkeit zu Läufigkeit) sehr unterschiedlich – und die äußerlichen Anzeichen und Verhaltensweisen zeigen die tatsächliche Empfängnisbereitschaft nicht immer zuverlässig an.
Also sollte die Hündin während dieser Zeitspanne weder ohne Leine laufen dürfen, noch unbeaufsichtigt im Garten gelassen werden. Bist Du nicht sicher, ob die Hündin nicht vielleicht doch unerwünschten Rüdenkontakt während ihrer „Stehtage“ hatte, frag‘ Deinen Tierarzt um Rat. Er kann Deiner Hündin gegebenenfalls ein Medikament verabreichen, welches die Einnistung der Embyronen in der Gebärmutter und damit eine Trächtigkeit verhindert.
Die Läufigkeit tritt in mehr oder weniger regelmäßigem Abstand das ganze Leben über bei einer Hündin auf. Üblicherweise kann man sich als Hundehalter sehr gut mit diesen Phasen arrangieren – sie gehören nun einmal zu einer gesunden Hündin dazu. Viele Hündinnen tolerieren es gut, wenn man ihnen in dieser Zeit in der Wohnung ein sogenanntes „Läufigkeitshöschen“ anzieht. Das hilft, Dein Zuhause sauber zu halten.
Verhindern lässt sich eine Läufigkeit nur zuverlässig durch eine Totaloperation (Kastration) der Hündin, bei der beide Eierstöcke und meist auch die Gebärmutter entfernt werden. Diese Operation stellt allerdings auch einen erheblichen Eingriff in den Hormonhaushalt der Hündin dar und ist nach § 6 des deutschen Tierschutzgesetzes nur aufgrund medizinischer Indikation erlaubt.
In jedem Fall ist es dringend anzuraten, mit der Kastration mindestens eine, besser noch zwei Läufigkeiten abzuwarten. Erst dann ist die Hündin körperlich und geistig so weit ausgereift, dass sich negative Auswirkungen der Kastration in Grenzen halten.
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