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Freizeittipps

Fahrrad fahren mit Hund

Wer einen Hund hat und gerne Fahrrad fährt, würde sicherlich gerne beides miteinander verbinden. Doch dabei gibt es einiges zu beachten!

Nicht jeder Hund ist geeignet

Während der schönen Jahreszeit trifft man immer wieder auf Radfahrer, die gemeinsam mit ihrem Hund unterwegs sind. Das hat schon so manchen auf die Idee gebracht, dies mit seinem eigenen Hund auszuprobieren. Aber Vorsicht: Als Grundvoraussetzung gilt, dass der Hund ausgewachsen ist. Denn neben dem Rad herzulaufen, kann relativ anstrengend sein. Während der Wachstumsphase sind die Knochen für sportliche Höchstleistungen noch nicht stabil genug. Überlege daher, ob die Zeit bereits reif ist: Kleine Rassen sind mit etwa zehn Monaten ausgewachsen, mittlere mit zwölf bis vierzehn und sehr große erst mit knapp zwei Jahren. Am idealsten sind mittelgroße Hunde, denn sowohl den kleinen wie auch sehr großen geht oft deutlich früher die Puste aus. Da Ausnahmen die Regel darstellen, empfiehlt sich bei Interesse an größeren Radtouren ein Besuch beim Tierarzt. Er kann sich den Hund ansehen und Tipps geben, wieviel Radfahren für den Hund gesund ist. Rücksicht muss – neben jungen, sehr kleinen und großen – vor allem auch auf gesundheitlich beeinträchtigte, übergewichtige, schweratmende oder alte Hunde genommen werden.

Ausrüstung für Fahrradtouren mit Hund

Am einfachsten hast Du es, wenn Du einen hundertprozentig folgsamen Hund besitzt, der von Anfang an ohne Leine stets „bei Fuß“ neben dem Rad herläuft. Aber wer hat das schon … Üblicherweise bedarf es des Trainings, bevor Hund und Halter ein gutes Team abgeben. Zudem kommt es auf die richtige Ausrüstung an: Bitte verwende kein Halsband, sondern ein Geschirr, wenn Du den Hund neben Dir an der Leine laufen lässt. Gleiches gilt bei der Verwendung eines sogenannten „Springers“, der am Rahmen bzw. der Sattelstange des Fahrrads befestigt wird. Der Hund ist dann per kurzer Leine und einer Spiralfeder mit dem Rad verbunden, sodass man seine Hände am Lenkrad behalten kann. Grundsätzlich sollte immer eine relativ kurze Leine verwendet werden (keine Flexi!), denn die Gefahr ist ansonsten groß, dass die Leine sich irgendwo verfängt. Da dieses Risiko immer besteht, sollte eine Leine niemals um die Hand geschlungen werden, um sie jederzeit loslassen zu können.

Bei längeren Touren bedarf es noch etwas mehr als eines Geschirrs und einer Leine: Vergiss nicht, Wasser und ein paar Leckerlis einzustecken. Außerdem solltest Du Dir überlegen, ob der Hund die geplante Tour sicher bewältigen kann. Bei Zweifeln hilft – je nach Größe des Tiers – ein Hundeanhänger oder ein Hundekorb, in dem zwischenzeitlich neue Kräfte gesammelt werden können.

Angst vor dem Fahrrad

Wer ausprobieren möchte, ob sein Hund neben dem Fahrrad herläuft, sollte behutsam vorgehen. Ist der Hund Fahrräder gewöhnt, dann klappt es möglicherweise recht schnell und ohne größere Komplikationen. Viele Hunde müssen mit dem für sie ungewöhnlichen und schwer einzuschätzenden Gefährt jedoch erst vertraut gemacht werden. Am besten präsentierst Du dem Hund lediglich das Fahrrad, schiebst es ein wenig umher und lässt ihn daran schnuppern. Sollte er sich dem Rad gegenüber sehr skeptisch zeigen, lässt Du Dir sicherheitshalber von einer zweiten Person helfen. Sie soll Deinen Hund an der Leine führen, während Du das Rad schiebst. Achte von Anfang an darauf, dass sich der Hund immer rechts vom Rad befindet, denn das ist die vom Verkehr abgewandte Seite. Eine entspannte Atmosphäre soll dem Hund signalisieren, dass alles in Ordnung ist. Wenn dies gut klappt, steige auf Dein Rad und lass die Begleitperson weiterhin den Hund rechts neben Deinem Bein führen. Mache es von Deinem Gefühl und natürlich vom Verhalten des Hundes abhängig, wie lange Du die Situation üben möchtest. Vielleicht hat er für den ersten Tag genug, vielleicht kannst Du gleich auch schon selbst die Leine in die Hand nehmen und langsam losfahren. 
 

Unterwegs mit Hund und Fahrrad

Wenn Dein Hund angstfrei und zuverlässig neben dem Rad trabt, können gemeinsame Ausflüge unternommen werden. Aber bitte für den Anfang keine Gewalttouren. Die Anstrengung für den Hund darf nicht unterschätzt werden! Manche Hunde haben bereits nach relativ kurzer Zeit Probleme, mit dem Tempo standzuhalten. Das liegt daran, dass das durchschnittliche Trabtempo bei vielen Hunde „nur“ bei ungefähr 10-15 km/h liegt, während die Geschwindigkeit beim Radfahren relativ problemlos 20 km/h beträgt. Man sollte sich also bewusst sein, dass Radtouren mit Hund eher gemütlich verlaufen. Außer Du besitzt einen „echten Laufhund“. Aber auch dieser kann nicht von einem auf den anderen Tag plötzlich Hochleistungen vollbringen. Wie bei einem Sportler üblich, muss auch er erst Kondition aufbauen. Das funktioniert nur mit regelmäßigem Training. Und Du kannst Dir sicher sein, dass Dein Hund dazu nicht täglich Lust hat, denn auch er leidet möglicherweise unter einem Muskelkater und möchte sich erholen.

Sehr wichtig ist es, das eigene Tempo stets an die des Hundes anzupassen. Wenn er kaum mehr hinterherkommt und erschöpft wirkt, muss sofort das Tempo deutlich gedrosselt bzw. eine größere Pause eingelegt werden. Das Risiko ist hoch, dass ein Hund keine Schwäche zeigen möchte und bis zum Umfallen weiterrennt. Gefährlich ist dies vor allem im Hochsommer. Dann besteht die Gefahr eines Hitzschlages. Weder sollte zur heißesten Zeit noch auf Teer gefahren werden, der sich extrem stark aufheizen kann. Zudem belastet harter Untergrund die Gelenke des Hundes. Ideal sind weichere, kühle Waldwege. Hier muss bei freilaufenden Hunden gewährleistet sein, dass sie äußerst folgsam sind und keinesfalls Wild hinterherjagen.

Die richtige Ernährung

Wer mit seinem Hund hin und wieder eine kleine, gemütlich Radtour unternimmt, muss sich bezüglich dessen Ernährung keine zusätzlichen Gedanken machen. Sollten Deine Touren jedoch anspruchsvoll sein und Du möchtest dem Hund Kondition antrainieren, dann ist der Energiebedarf des Hundes sicherlich erhöht. BELCANDO hat für diese Fälle Adult Active entwickelt. Neben gut verdaulichem Geflügel enthält es wertvolle Omega-3-Fettsäuren und gesundes Johannisbrotschrot, welches wichtige Vitalstoffe liefert. Der Protein- und Fettgehalt wurde dem Bedarf eines aktiven Hundes angepasst, sodass Ausdauer und Kondition bei sportlichen Unternehmungen gefördert werden.
 

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