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Stressfreier Jahreswechsel

Tipps für die Silvesternacht mit Hund

„Möglichst stressfrei für unseren Vierbeiner“ sollte der Vorsatz lauten. Auch wenn uns ein schönes Ereignis bevorsteht, haben die meisten Vierbeiner oft so ihre Probleme mit unseren Bräuchen. Da stellen sich Hundehalter natürlich die Frage, wie sie den Jahreswechsel verbringen sollten. Mit diesen Tipps überwindet man die „durchgeknallte“ Zeit auch mit Hund möglichst stressfrei.

•    Lassen Sie kurz vor und nach Silvester Ihren Hund besser angeleint. Nicht selten kommt es vor, dass Hunde auch in der Zeit um Silvester stets sicher und unbeeindruckt wirken, aber dann plötzlich und ohne jede Vorwarnung in Panik davonlaufen. Dieser eine Knall hat dann sprichwörtlich „das Fass zum Überlaufen" gebracht. Wenn Sie Ihrem Hund trotzdem etwas Freiheit gönnen möchten, kann eine Schleppleine am Geschirr eine große Hilfe sein und ist im Notfall lebensrettend.

•    Offene Haustüren und Gartentore könnten zur Flucht genutzt werden. Der Hund will eventuell der Knallerei entfliehen und verlässt kopflos das Haus. Achten Sie also darauf, dass eventueller Besuch nicht doch mal vergisst, das Gartentor oder die Haustür zu schließen.

•    Um die Geräusche der Silvesterknaller etwas zu mildern, hilft es vielen Hunden, wenn der Fernseher etwas lauter eingeschaltet ist. Zum einen vernimmt der Hund die Geräusche von draußen nicht mehr so intensiv, zum anderen werden auch viele Hunde durch die Lichtblitze am Himmel verschreckt. Ist es im Haus ebenfalls hell und der Fernseher flimmert, wirken die Blitze von draußen nicht so bedrohlich. Haben Sie Rollladen an den Fenstern, so lassen Sie sie zusätzlich herunter.

•    Ist Ihr Hund zwar angespannt, jedoch nicht panisch, können Sie sich bei jedem Knall sichtbar freuen und ein paar Leckerchen springen lassen. Der Hund verknüpft so, dass ein Knall gute Laune und Superleckerchen wie Fleischwurst ankündigt.

•    Auch der Lieblingskauartikel oder ein gefüllter „Kong“ mit Leberwurst können Wunder bewirken. Kauen und Schlecken beruhigt Hunde ungemein.

•    Hunde, die starke Probleme mit der Knallerei haben, wollen in dem Moment jedoch meist nicht mehr fressen. Was sie aber dringend brauchen ist Ihre Gesellschaft. Allein die Gegenwart des Sozialpartners Mensch gibt ihnen Halt. Der Mythos, „wenn ein Hund Angst hat, sollte er ignoriert werden“, ist leider noch immer in den Köpfen verankert.

•    Sucht Ihr Hund Ihre Nähe, dann lassen Sie diese auch zu. Legen Sie einfach nur einen Arm um ihn, ohne ihn jedoch aktiv zu streicheln. Auch tröstende Worte sparen Sie sich. Bleiben Sie entspannt und bieten Sie Geborgenheit. Es gibt jedoch auch Hunde, die lieber ein ruhiges Plätzchen aufsuchen. Lassen Sie ihn gewähren. Gut tut, was sich gut anfühlt. Manche Hunde mögen dann auch gerne zugedeckt werden, anderen gibt ein eng anliegendes T-Shirt oder der Hundemantel Sicherheit durch Berührung.

•    Durch vom Hund angenehm empfundene Berührungsreize wird nämlich Oxytocin ausgeschüttet, der Gegenspieler zum Stresshormon Cortisol. Wichtig dabei ist, dass Ihr Hund das Tragen des T-Shirts bereits in einer entspannten Situation „erlernen“ durfte, damit er es positiv verknüpft.

•    Manche Hunde profitieren auch von der Verwendung spezieller Pheromon-Produkte („D.A.P. „ - Dog Appeasing Pheromone). Diese Pheromone sind denen nachempfunden, die Hündinnen gegenüber ihren neugeborenen Welpen über das Gesäuge abgeben und die eine natürliche, beruhigende Wirkung auf Hunde ausüben. Es gibt solche Pheromon-Produkte als Spray, als Zerstäuber für einzelne Räume oder in Form von Halsbändern. Sie sollten schon einige Zeit vor Silvester zum Einsatz gebracht werden, um ihre volle Wirkung zu entfalten.

•    Mitten im Tohuwabohu an Mitternacht haben Hunde draußen nichts zu suchen. Neben dem Krach und den ungewohnten Lichteffekten kommt auch noch die geruchliche Belästigung durch den Qualm abbrennender Feuerwerkskörper hinzu. Und sehr apportierfreudige Hunde könnten gar durch das Fortwerfen angezündeter Böller zum Apportieren derselben animiert werden…

•    Lassen Sie Ihren Hund also im Haus und bleiben Sie am besten bei ihm. Stellen Sie den Fernseher etwas lauter ein, um das Getöse draußen zu überdecken - die Liveübertragung der Silvesterparty muss es ja nicht unbedingt sein!
 

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