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Stubenrein - wie werden Welpen stubenrein

Lernen Sie in einfachen Schritten, Ihren Welpen stubenrein zu bekommen. Nützliche Tipps & Tricks von BELCANDO® zum Thema Stubenreinheit bei Hunden.

Wie den Welpen stubenrein bekommen

Die meisten Welpen ziehen ungefähr mit acht Wochen in ihr neues Zuhause. Stubenrein sind die jungen Hunde dann noch nicht. Das eine oder andere Malheur beim Geschäft verrichten ist unvermeidbar. Doch mit entsprechender Aufmerksamkeit und ein paar Tricks lässt sich die Zeit bis zur Stubenreinheit deutlich verkürzen.

Wann ist ein Hund stubenrein?

Es lässt sich nicht pauschal sagen, wann ein Hund stubenrein ist. Manche Welpen sind bereits mit 12 Wochen stubenrein, andere erst mit 5 Monaten. Erzwingen lässt es sich nicht, denn die körperlichen Voraussetzungen sind erst mit zirka 14 Wochen gegeben. Davor lassen die Blase und der Darmschließmuskel keine sichere Kontrolle zu. Wenn der Welpe muss, kann eine Minute bis zur rettenden Wiese bereits zu lange sein. Absichtlich macht er keinesfalls in sein Bettchen oder sein Reich. Denn grundsätzlich ist Hunden angeboren, ihr „Nest“ nicht zu beschmutzen. Doch das hilft alles nichts, wenn der Löseplatz gerade unerreichbar ist. Deshalb ist Nachsicht angebracht. Es dauert einfach seine Zeit, bis Welpen stubenrein sind.

Wie oft muss ein Welpe nach draußen?

Ein Welpe im Alter von unter drei Monaten muss ungefähr alle 1,5 bis 2 Stunden seine Blase bzw. seinen Darm leeren. Im Alter von drei bis vier Monaten ist dies zirka alle zwei bis drei und im Alter von vier bis sechs Monaten alle drei bis vier Stunden notwendig. Allerdings ist dies lediglich eine grobe Orientierung, die im Alltag nur bedingt angewendet werden kann. Hier solltest du individuell vorgehen:

  • Tipp 1:
    Die erste und letzte Gassirunde sollte direkt nach dem Aufwachen bzw. vor deinem Zu-Bett-Gehen stattfinden. Im Laufe des Tages sollten der Welpe nach jeder Schlafphase, nach dem Fressen oder Wasser trinken und nach jeder Spielerunde die Möglichkeit bekommen sich zu lösen.
  • Tipp 2:
    Achte auf typische Anzeichen: Das kann zum Beispiel ein Winseln sein, auffällige Unruhe, intensives Schnuppern am Boden oder sich im Kreis drehen. Dann ist es höchste Zeit, den Welpen nach draußen zu bringen.

Was tun, wenn ein Malheur passiert ist?

Eine kleine Pfütze oder ein wenig mehr ist beinahe unvermeidlich, wenn ein Welpe frisch bei dir eingezogen ist. Es stellt sich dann die Frage, wie man darauf am besten reagieren sollte. Eins ist klar: Wildes Schimpfen, laute Worte oder gar ein Klapps auf den Po sind völlig unangebracht! Wie oben bereits erwähnt, macht der Welpe das ja nicht mit Absicht, sondern ist bis zu einem gewissen Alter nicht in der Lage, seine Blase bzw. den Darm zu kontrollieren. Besser ist immer sich zu fragen, wie man derlei Situationen künftig verhindern kann. Vielleicht war die Gassirunde überfällig oder es wurden typische Anzeichen übersehen.

Auf alle Fälle sorgt eine nachsichtige Reaktion für mehr Hausfrieden. Hat sich das Malheur schon vor geraumer Zeit ereignet, entferne es kommentarlos. Ein nachträgliches Bestrafen bringt gar nichts, weil der Hund keinen Bezug mehr zu seiner „Tat“ herstellen kann. Erwischt du deinen Kleinen dagegen in Flagranti, reagiere mit einem deutlichen „Nein“, schnappe ihn dir und trage ihn schnellstmöglich nach draußen. Reinige anschließend die verunreinigte Stelle intensiv mit einem Spezialreiniger, damit keine Rückstände bleiben. Diese könnten den Welpen bei nächster Gelegenheit dazu animieren, die Stelle erneut aufzusuchen.

Erziehungstipp: Wenn der Hund nicht stubenrein ist

Es hat sich bewährt, den Welpen ähnlich zu erziehen, wie die Mutterhündin es auch tun würde. Sie schlägt ihre Welpen nicht, sondern bellt, knurrt oder beißt ihnen kurz über die Schnauze. Zu welcher Methode man in welcher Situation greifen muss ist typabhängig. Für manchen Hund bricht bereits bei einem lauten Wort die Welt zusammen, andere brauchen schon einmal einen Schnauzengriff, wie ihn auch die Mutterhündin zur Erziehung der Welpen anwendet.

Bitte drücke das Tier auf keinen Fall mit der Nase in seine Hinterlassenschaft. Das würde seine Mutter auch nicht mit ihm machen und er versteht nicht, was du damit zum Ausdruck bringen möchtest. Vielmehr wird der Welpe Angst vor dir bekommen, weil er dein Verhalten nicht deuten kann. Das darf keinesfalls passieren! Vermittele deinem Hund: “Innen pfui, draußen hui!“ Mit der nötigen Konsequenz und Beharrlichkeit wird jeder Hund stubenrein.

Wo sollte der Welpe Gassigehen?

Wer einen eigenen Garten besitzt, hat es leicht. Am besten sucht man sich ein Eck aus, das wenig genutzt wird und als Lösungsplatz für den Welpen in Frage kommt. Dorthin trägt oder lockt man den Welpen, wenn die nächste Gassirunde ansteht. Hunde verstehen üblicherweise recht schnell, dass dies von nun an ihr spezieller Platz ist, vor allem, wenn sie dort kräftig gelobt werden. Das solltest du dir in der Anfangszeit angewöhnen, damit dein Welpe unmissverständlich weiß, dass er dort gerade alles richtig macht. Das gilt natürlich nicht nur für die Stelle im Garten, sondern auch für geeignete Plätze unterwegs.

Der Bürgersteig zählt nicht dazu, auch wenn sich dies sicherlich nicht immer vermeiden lässt. Verzichte hierbei auf Lob. Das gibt es nur, wenn das Geschäft auf einer Wiese erledigt wird. Entferne eine Hinterlassenschaft bitte gleich, denn niemand möchte in Hundekot steigen. Bedenke außerdem, dass sich andere Hunde über den Kot mit einer Krankheit anstecken können.

Wie wird ein Welpe nachts stubenrein?

Auch wenn die letzte Gassirunde abends um 23 Uhr stattfindet – bis zum nächsten Morgen um 7 Uhr halten die wenigsten Welpen durch. Es stellt sich also die Frage, wie man die Situation nachts gestalten sollte. Wenn der Welpe ein Stockwerk tiefer oder weit entfernt von dir schläft, hast du kaum eine Möglichkeit, rechtzeitig zu reagieren. Zudem dürfte eine solche Trennung sicherlich nicht im Sinne des Kleinen sein. Er war bisher höchstwahrscheinlich gewohnt, eng aneinander gekuschelt inmitten seiner Geschwister und Mutter einzuschlafen. Alleine in einem Raum fühlt er sich einsam und hat Angst. Daher nehmen viele frischgebackene Hundehalter ihren Welpen in der Anfangszeit mit ins Schlafzimmer. Dies muss keinesfalls eine Dauerlösung darstellen, auch wenn die langsame Entwöhnung in ein paar Wochen vielleicht für etwas Unmut sorgen wird. Für den Beginn macht es auf alle Fälle vieles leichter: Der Welpe fühlt sich wohler und du hast die Möglichkeit, nachts auf sein Winseln zu reagieren, was auf eine drückende Blase hinweisen könnte. Dann heißt es schnell sein, weshalb ggf. Hausschuhe, Taschenlampe oder sonstige Utensilien bereits bereitliegen sollten.

Wenn es den Welpen drückt, könnte er sich auch klammheimlich davonmachen und sich in der Wohnung eine Stelle suchen. Um dies zu vermeiden, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird der Schlafplatz in einer Transportbox (mit geschlossener Tür) eingerichtet oder das Hundebett wird in einen großen Karton gestellt, dessen Rand der Welpe nicht überwinden kann. Da er seinen Platz nur ungern beschmutzen möchte, wird er sich höchst wahrscheinlich bemerkbar machen. Dennoch kann es passieren, dass man nicht rechtzeitig aufwacht. Daher sollte die Unterlage problemlos zu waschen sein. Wie auch bei Pfützen in der Wohnung gilt, dass die Reinigung gründlich erfolgen sollte, denn Rückstände erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Welpe hier erneut zuschlagen könnte. Ausschließen lässt sich dies jedoch so oder so nicht. Es braucht einfach seine Zeit – und diese sollte man jedem Welpen geben.

Tipp

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