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Saisonales

Tipps für Hundehalter im Herbst

Wenn es Herbst wird, gibt es mehr zu beachten, als so mancher Hundehalter denkt. Wir haben 5 praktische Tipps für euch.

Übersicht
Optimale Sichtbarkeit
Regeln in der Dunkelheit
Hilfe beim Fellwechsel
Parasitenzeit
Erkältungsgefahr
 

Optimale Sichtbarkeit

Im Herbst sind die Tage bereits deutlich kürzer als im Sommer. Die Wahrscheinlichkeit steigt daher, dass Hundehalter im Dunkeln oder zumindest im Dämmerlicht Gassi gehen. Für den Hund ist dies kein Problem, denn seine Sinne sind deutlich schärfer als unsere, weshalb er sich auch bei Dunkelheit noch sehr gut orientieren kann. Wir haben dagegen Schwierigkeiten, unseren oder andere Hunde über eine gewisse Entfernung zu erkennen. Das gilt umso mehr, je dunkler ein Hund ist. Damit wir selbst ein sichereres Gefühl haben und der Hund für alle gut zu erkennen ist, sollte er entsprechend ausgestattet sein: In der Stadt bieten reflektierende Halsbänder und Leinen einen guten Schutz; besser sind jedoch immer Leuchthalsbänder, die auch den schwärzesten Hund von allen Seiten gut sichtbar machen.
 

Regeln in der Dunkelheit

Vielleicht geschieht es nur unbewusst, aber in der Dunkelheit verhalten wir uns anders, sind vorsichtiger und erschrecken schneller. Für den Hund – mit seinen feinen Sinnen – ist unsere Unsicherheit schwer nachvollziehbar, doch er lässt sich durchaus davon anstecken. Wir sollten daher nicht schon mit einem mulmigen Gefühl nach draußen gehen, sondern mit der gleichen Begeisterung wie im Sommer. Wähle außerdem Wege, auf denen Du dich sicher fühlst, die gut beleuchtet sind und die regelmäßig von anderen Menschen frequentiert werden. Trage möglichst helle Kleidung, damit Du besser zu erkennen bist und nimm eine Taschenlampe mit. Das ist zum Beispiel lohnenswert, wenn Du den Eindruck hattest, dass Dein Hund etwas vom Boden aufgenommen hat, was Du Dir näher ansehen möchtest. Ob Du während eines Spaziergangs im Dunkeln Deinen Hund von der Leine lassen möchtest, hängt vor allem von seiner Zuverlässigkeit ab. Sicherer ist es, auf den Freilauf zu verzichten - oder Du verlegst ihn, wenn möglich, direkt in die helle Tageszeit.
 

Hilfe beim Fellwechsel

Herbstzeit bedeutet für die meisten Hundehalter, dass der Fellwechsel bevorsteht. Dann heißt es, sich vom dünnen Sommerfell zu trennen und Platz für das dichtere Winterfell zu schaffen. Das mag sich nicht weiter schlimm anhören, doch ein Fellwechsel sollte nicht unterschätzt werden. Je nach Alter, Gesundheitszustand und Üppigkeit des Fells kann dies für einen Hund durchaus eine Belastung darstellen. Diese lässt sich deutlich verringern, indem er regelmäßig gebürstet wird. Durch solch eine Fellpflege beim Hund wird seine Haut besser durchblutet, das Jucken vermindert und lose Haare entfernt. Entscheidenden Einfluss auf den Ablauf hat auch die Ernährung: Ein hochwertiges Futter schafft beste Voraussetzungen, dass der Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Dennoch ist nie auszuschließen, dass es aufgrund der besonderen Anforderungen zu einem Nährstoffmangel kommt. Dieser macht sich zum Beispiel durch stumpfes Fell, Schuppen oder offene Hautstellen bemerkbar. In diesem Fall ist ein Tierarzt aufzusuchen.
 

Parasitenzeit

Im Frühjahr gehört es zu den typischen Gesprächen auf der Hundewiese, dass die Zeckenzeit beginnt. In den nächsten Wochen und Monaten bemüht sich jeder verantwortungsvolle Hundehalter, sein Tier nach einem Spaziergang kurz zu untersuchen, ob es sich nicht einen lästigen Parasiten eingefangen hat. Im Herbst bereitet man sich dann innerlich schon langsam auf den Winter vor und hat sämtliche Plagegeister vergessen. Doch täusche Dich nicht: Große Hitze lieben Parasiten weniger – Feuchtigkeit, Dämmerlicht und noch akzeptable Temperaturen um 10 bis 12 Grad sind jedoch sehr willkommen. Überlege daher zum einen, ob Dein Hund noch einen ausreichenden Parasitenschutz besitzt, zum anderen solltest du auf das Absuchen nach Spaziergängen weiterhin nicht verzichten.
 

Auskühlungsgefahr

Wenn die Tempertauren sinken, muss auch bei Hunden darauf geachten werden, dass sie sich nicht zu sehr abkühlen und zu frieren beginnen. Vermeide daher, mit Deinem Hund längere Zeit – mehr oder weniger bewegungslos – an einer Stelle zu verweilen, weil Du vielleicht gerade ein interessantes Gespräch führst. Der Hund sollte immer in Bewegung bleiben, um nicht auszukühlen. Lass ihn laufen, animiere ihn zum Apportieren oder jogge selbst ein Stück, damit er ordentlich Schritt halten muss. Inwieweit der jeweilige Hund kälteempfindlich ist, hängt von seinem Alter, der Rasse und seinem Gesundheitszustand ab. Ein gesunder Hund mit einem dichten Fell benötigt den ganzen Winter über keine Schutzkleidung. Das gilt aber nicht für alle Hunde. Man muss sich nichts dabei denken, wenn man einem jungen, alten, kranken oder mit wenig Unterfell ausgestatteten Hund einen „Mantel“ überstreift. Das hat nichts mit einer Verkleidung zu tun, wie sie bisweilen bei manchen kleinen Hunden zu sehen ist. Hier geht es um einen sinnvollen Wärmeschutz, der den Hund vor dem Auskühlen bewahrt. Zittert er dennoch, sollten die Gassirunden etwas gekürzt ausfallen. Und hat es unterwegs geregnet, dann hilft zuhause ein Handtuch, damit der Hund schnell wieder seine Wohlfühltemperatur erreicht. 

 

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