Hund-baden-tipps-1270x720.jpg

Die meisten Hunde baden ungern, aber manchmal ist es unumgänglich. Wir sagen Ihnen, wie Sie beim Waschen des Hundes am besten vorgehen.

Hund baden - Wie oft und womit?

Manchmal ist es unumgänglich, einen Hund zu waschen. Dafür sollte man gut vorbereitet und passend ausgestattet sein. Auf Folgendes solltest du beim Baden deines Hundes achten.
Wie oft muss ein Hund gebadet werden?
Eine Faustregel lautet: Hunde sollten so selten wie möglich, aber so oft wie nötig gebadet werden. Bei langhaarigen Hunden kann es durchaus Sinn machen, diese mit einer gewissen
Regelmäßigkeit zu baden, um Verfilzungen vorzubeugen. Auch einem Hund, der im Bett schläft, möchte man wahrscheinlich hin und wieder ein Bad gönnen. Ebenso ist das Waschen vieler Hunde üblich, welche aufgrund einer bestimmten Fellstruktur alle paar Monate zum Hundefriseur gehen. Grundsätzlich sollte ein Bad aber nur vorgenommen werden, wenn tatsächlich eine gewisse Notwendigkeit besteht. Unbestritten ist diese, wenn der Hund sich in Aas oder Kot gewälzt hat. Ist er dagegen auf einem Spaziergang nur ein wenig schmutzig geworden, dann ist es in den allermeisten Fällen nicht notwendig, den Hund zu waschen.
 

Selbstreinigung des Hundefells


Das Fell unserer Hunde verfügt über eine Art Selbstreinigung. Es ist mit einem hauchdünnen
Fettfilm überzogen, welcher dafür sorgt, dass Schmutz nicht so leicht hängen bleibt bzw. relativ schnell wieder abfällt. Das lässt sich bei Schmutzfinken gut daran erkennen, dass sich rund um ihren Lieblingsplatz getrocknete Erde, Laubstückchen und Schmutz ansammeln. Diese fallen ganz von selbst ab, sobald sie trocken sind und der Hund sich ein-, zweimal schüttelt. Sollten sich noch Reste im Fell befinden, lassen sich diese zumeist problemlos herausbürsten. Du musst den Hund also keinesfalls jedesmal baden, wenn er etwas verdreckt sein sollte.
 

Gefahren beim Waschen des Hundes


Wenn es darum geht, ob und wie oft man Hunde baden sollte, gehen die Meinung bisweilen
deutlich auseinander. Viele Amerikaner baden ihre Hunde beinahe jede Woche, andere wiederum waschen ihre Hunde nie. Kritiker hört man oft sagen, Baden schadet dem Fell. Das kann durchaus vorkommen, im Normalfall aber nur, wenn man das falsche Shampoo verwendet! Ein Haarshampoo für Menschen – egal wie mild es auch sein mag – kann den Schutzfilm der
Hundehaut und des Fells auf Wochen hinweg zerstören. Der Grund dafür ist der unterschiedliche pH-Wert, den unsere Haut und die des Hundes aufweist. Bei uns liegt er ungefähr bei 5,5 – bei Hunden dagegen zwischen 7 und 8 (je nach Rasse). Das ist ein enormer Unterschied: Reines Wasser besitzt einen neutralen pH-Wert von 7. Alles darunter ist „sauer“, alles darüber alkalisch. Hund und Mensch gehen diesbezüglich also in die entgegengesetzte Richtung, weshalb zum Baden des Hundes immer ein spezielles Hundeshampoo verwendet werden sollte.
 

Perfekt vorbereitet


Wenn der Hund sich beispielsweise in einem Kuhfladen gewälzt hat, kann auf ein Bad nicht
verzichtet werden. Für solche Notfälle sollte man besser vorbereitet sein, sonst könnte die Waschaktion für den Hund zum Trauma werden. Von großer Wichtigkeit ist eine Gummimatte, die für Standfestigkeit in der Dusche oder Badewanne sorgt. Wer keine zur Verfügung hat, kann ersatzweise ein Handtuch auslegen. Davon sollten noch mindestens eins (in entsprechender Größe) bereitliegen, um den Hund nach dem Bad abtrocknen zu können. Wie bereits erwähnt, solltest du aufgrund des pH-Wertes unbedingt ein spezielles Hundeshampoo im Haus haben. Außerdem schadet ein Haarsieb über dem Abfluss nicht. Und je nach Verschmutzung machen auch Gummihandschuhe den Badevorgang etwas verträglicher. Befürchtest du zudem, dass dein Hund aus der Wanne springt, sollte er angeleint oder von einer zweiten Person gehalten werden.
 

Den Hund baden


Damit das Baden erfolgreich verläuft, solltest du folgendermaßen vorgehen:
– Wenn nicht gerade ein Malheur zu höchster Eile drängt, solltest du den Hund vor dem Baden noch einmal grob durchkämmen. Dadurch lässt sich noch etwas Schmutz entfernen. Zudem können bei langhaarigen Hunden beginnende Verknotungen rechtzeitig gelöst werden, bevor sie sich beim Baden weiter zuziehen. – Stelle die Wassertemperatur so ein, dass sie angenehm warm und keinesfalls zu heiß ist. Achte darauf, dass der Wasserstrahl sanft ist und beginne mit den Beinen des Hundes. Dusche anschließend den Körper ab und achte darauf, dass in die Augen und Ohren des Hundes kein Wasser gelangt. Verzichte im Zweifelsfall besser ganz auf das Abduschen des Kopfs und nimm dafür einen feuchten Waschlappen.
– Shampooniere den Hund ausnahmslos mit einem hochwertigen Hundeshampoo ein (ohne Duftstoffe) und achte darauf, dass nichts in die Augen gelangt. – Dusche den Hund gründlich ab, so dass sämtliches Shampoo herausgewaschen wird. Von Vorteil ist es, dem Hund nun noch einen pflegenden Conditioner zu gönnen, der dazu verhilft, den Schutzmantel der Haut schneller regenerieren zu lassen. Auch diesen nach kurzer Einwirkungszeit gründlich ausspülen.
– Trockne nun den Hund mit einem großen Handtuch ab, aber verzichte auf wildes Rubbeln. Dadurch könnten sich (lange) Haare verknoten und unter Umständen abbrechen. – Erlaube dem Hund, sich ausgiebig zu schütteln! Das ist wichtig, um Wasser aus dem Fell und eventuell in den Ohren zu entfernen.
– Kämmen und föhnen sind nicht zwingend notwendig. Wenn du dies möchtest, gehe beim Kämmen äußerst vorsichtig vor und benutze einen sehr groben Kamm. Der Föhn darf auf keinen Fall zu heiß sein. Sofern vorhanden – nutze eine Warmluftstufe oder halte genügend Abstand mit dem Föhn. Im Sommer trocknet das Fell ganz von selbst, im Winter reicht dem Hund auch ein warmer Platz zum Trocknen. Spaziergänge mit noch feuchtem Fell bei kalten Temperaturen sind tabu! Bei dichtem Fell empfiehlt sich das Baden am Abend, um über Nacht das Trocknen zu ermöglichen.

Weitere Themen, die Dich interessieren könnten:

Der Internet Explorer unterstützt viele Funktionen auf dieser Webseite nicht. Wir empfehlen einen anderen Browser zu benutzen.