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Schmerzlinderung dank Physiotherapie

Hundephysiotherapie

Jeder Mensch kennt Physiotherapie und hat sie vielleicht schon einmal am eigenen Körper erfahren. Aber wussten Sie, dass auch unseren Hunden nach Operationen oder Verletzungen Krankengymnastik gut tut? In den Niederlanden, in Dänemark und den USA ist Physiotherapie für Hunde schon seit langem bekannt, in Deutschland hält sie seit einigen Jahren erfolgreich Einzug.

In der Humanmedizin versteht man unter Physiotherapie die Behandlung gestörter Körperfunktionen durch physikalische Techniken, Bewegungsübungen und „therapeutische Hände“. In der Veterinärmedizin ist es genauso: Behandlungen mit Magnetfeld, Ultraschall, Wärme oder Wasser, Massagen und/oder Übungen sorgen für Linderung, Verbesserung des Wohlbefindens und damit zur Erhöung der Lebensqualität des Hundes. Ausgesprochen wirksam ist Hundephysiotherapie, wenn es darum geht, Schmerzen zu lindern, die Durchblutung und den Stoffwechsel anzuregen und den Hund zu entspannen.
 

Wann kann Hundephysiotherapie helfen?

Die Hundephysiotherapie ersetzt nicht eine tierärztliche Diagnose und Behandlung, doch sie stellt in der Nachbehandlung eine höchst wirkungsvolle Unterstützung bei vielen Krankheitsbildern dar. Dazu gehören unter anderem folgende:

- Neurologische Erkrankungen
Bandscheibenvorfall, Nervenerkrankungen, Lähmungen
- Erkrankungen des Bewegungsapparates
Dysplasien, Arthrose, Wirbelsäulenerkrankungen, Knochenbrüche, Erhaltung der Beweglichkeit bei älteren Hunden
- Orthopädische Operationen
Kreuzbandrisse, Brüche, künstliche Hüftgelenke, Meniskusschäden
- Unfälle
Behandlung nach Unfällen, Narbenbehandlung
- Muskelerkrankungen
Verspannungen, Verkürzungen, Muskelathrophien
- Lymphsystemerkrankungen
Ödeme, Wundheilstörungen
- Psychische Probleme
Psychische Störungen bei ängstlichen bzw. nervösen Hunden
 

Probleme beim Bewegungsablauf

Viele Hunde werden von Tierärzten an Physiotherapeuten überwiesen, manche Hundebesitzer kommen aber auch ganz von selbst, wenn sie feststellen, dass beim Bewegungsablauf des Hundes etwas nicht mehr stimmt. Typische Anzeichen dafür sind zum Beispiel:
- Der Hund leidet unter Bewegungsunlust
- Das Aufstehen fällt ihm schwer
- Er hat Probleme beim Treppensteigen oder Einsteigen ins Auto
- Er läuft nicht mehr „gerade“
- Der Hund hat Koordinationsschwierigkeiten
- Er leckt sich häufig an bestimmten Stellen
- Er zuckt bei bestimmten Bewegungen zusammen

In jedem der oben genannten Fälle sollten Sie sich erst einmal an Ihren Tierarzt wenden. Er wird mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen. Vielleicht ist eine Operation notwendig, möglicherweise benötigt der Hund bestimmte Medikamente, vielleicht ist eine Ernährungsumstellung hilfreich, möglicherweise rät er Ihnen auch zu einer physiotherapeutischen Behandlung. Wir möchten Ihnen einige Krankheitsbilder ausführlicher vorstellen, bei welchen Hundephysiotherapie Anwendung findet:
 

Hüftgelenksdysplasie

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist die häufigste und bekannteste Erkrankung des Bewegungsapparates des Hundes. Sie entwickelt sich in der Wachstumsperiode und führt zu degenerativen Veränderungen.
> Mehr Infos über Hüftgelenksdysplasie

 

Arthrose

Eine Arthrose beim Hund kann in jedem Gelenk des Körpers entstehen, tritt aber gehäuft an Gelenken auf, die durch das Körpergewicht und Bewegung einer besonderen Belastung unterliegen. Dazu zählen neben Ellenbogen und Knie auch die Hüften, Pfoten und Wirbelkörper.

> Mehr Infos über Arthrose

 

Patellaluxation

Die Kniescheibe (Patella) ist ein kleiner scheibenförmiger Knochen, der vor dem Kniegelenk liegt. Springt sie aus ihrer natürlichen Position heraus, so liegt eine Patellaluxation vor. Je nach Ausprägung wirkt sie sich in unterschiedlicher Weise auf die Mobilität und das körperliche Empfinden des Hundes aus.
> Mehr Infos über Patellaluxation
 

Spondylose

Die Wirbelsäule besteht aus einer Vielzahl von Wirbelknochen. Sie werden durch Gelenke, Bänder und Bandscheiben miteinander verbunden. Verschleißen diese elastischen Komponenten und verknöchern die Wirbelzwischenräume, verliert das Gelenk seine Beweglichkeit.
> Mehr Infos über Spondylose
 

Ellbogengelenksdysplasie

Die Ellenbogendysplasie (ED) ist eine Erkrankung des Ellenbogengelenkes während der Wachstumsphase des Hundes. Sie tritt in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf, deren Auswirkungen von einer leichten Lahmheit bis hin zu einer sehr schmerzhaften Ellenbogenarthrose reichen.
> Mehr Infos über Ellenbogengelenksdysplasie
 

Cauda equina Syndrom

Das Cauda-equina-Syndrom ist eine häufig auftretende neurologische Erkrankung. Ursache können unter anderem Bandscheibenvorfälle, Luxationen, Frakturen oder Tumore im Wirbelkanal sein.
> Mehr Infos über das Cauda equina Syndrom


Osteochondrose (ODC)

Die Osteochondrose ist eine Gelenkerkrankung, vor allem an den Schultergelenken, aber auch an Ellenbogen-, Knie- und Sprunggelenken.ODC tritt als typische Wachstumserkrankung bei heranwachsenden Hunden auf.
> Mehr Infos über Osteochondrose
 

Lesetipp

Diese 7 nützlichen Tipps sagen Gelenkbeschwerden den Kampf an.
 

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Produkte, die zur Beweglichkeit des Hundes beitragen:

Silke Pospiech Hundeexpertin

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