Hund und Hitze HEADER-min.jpg

Hund und Hitze

Sommertipps für heiße Tage

Wenn die Temperaturen wieder in die Höhe schießen, wird’s nicht nur uns Menschen schnell zu heiß. Damit der geliebte Vierbeiner nicht zum „Hot Dog“ wird, wenn das Thermometer mal über 30 Grad anzeigt, haben wir einige wichtige Infos und erfrischende Tipps für Euch.

 

1. Den Hund auf KEINEN Fall im Auto lassen

Das wichtigste und leider jeden Sommer erneut aufkommende Thema. Hunde besitzen nur wenige Schweißdrüsen und kühlen sich hauptsächlich über das Hecheln ab. Dadurch können sie im aufgeheizten Wageninneren kaum noch ihre Temperatur regulieren. Schnell sind irreparable Organschäden die Folge. Daher: Den Hund niemals an warmen Tagen alleine im Auto lassen! Auch nicht für nur eine Minute oder bei leicht geöffnetem Fenster/Schiebedach.
 
Tabelle Autotemperatur in der Sonne
 
Hund allein im Auto – das ist zu tun
Sieht man an einem warmen bis heißen Sommertag einen eingesperrten Hund im Auto, sollte direkt gehandelt werden:
Je nach Verfassung des Vierbeiners sofort versuchen, den Besitzer des Wagens ausfindig zu machen. Vor einem Geschäft könnte man ihn beispielsweise über die Lautsprecheranlage ausrufen lassen.
Kann der Halter nicht schnell aufgefunden und herangeholt werden, sofort die Polizei informieren – sie ist in solch einer Situation verpflichtet, den Hund aus dem Auto zu befreien.
Schwebt der Hund in Lebensgefahr, ist das Einschlagen der Scheibe die letzte Möglichkeit. Man muss sich allerdings bewusst darüber sein, dass dies rechtliche Konsequenzen bezüglich Sachbeschädigung nach sich ziehen kann.

Anzeichen, dass es dem Hund schlecht geht
Übermäßiges Hecheln und auffälliges Verhalten ( Apathie, Nervosität)

Anzeichen für akute Lebensgefahr
  • Der Hund taumelt im Auto
  • Sehr starkes Hecheln
  • Dunkel verfärbte Zunge
  • Glasiger Blick
  • Erbrechen
Diese Anzeichen können bereits einen Hitzeschlag signalisieren und der Hund muss so schnell wie möglich befreit und zu einem Tierarzt gebracht werden!

Erste-Hilfe-Maßnahmen
Wird ein Hund aus einem aufgeheizten Auto gerettet, sollte er sofort in den Schatten gebracht und mit Wasser (nicht zu kalt!) versorgt werden. Der Körper des Vierbeiners kann zusätzlich mit handwarmem bis leicht kühlem Wasser abgekühlt werden. Nach diesen Erste-Hilfe-Maßnahmen muss der Hund umgehend zu einem Tierarzt gebracht werden – auch wenn sich sein Zustand scheinbar bereits gebessert haben sollte.
 

2. Autofahrt mit Hund

Auch während einer Autofahrt kann es schnell für den Hund zu heiß werden, wenn die Sonne in den Kofferraum scheint und wenig kühle Luft von vorne aus der Klimaanlage oder durch geöffnete Fenster bei ihm ankommt. Das bekommt man oft nicht mit, insbesondere, wenn noch Gepäck auf der Rückbank oder im Kofferraum untergebracht ist. Deswegen – insbesondere im Stau – regelmäßig checken, ob es dem Hund nicht zu warm ist. Sinnvoll ist auch während der Fahrt die Bereitstellung eines speziellen Auto-Wassernapfs, der fest steht und aus dem dank eines speziellen Randes kein Wasser herausschwappen kann.
 

3. Zu heißes Pflaster?

Was wir dank guter Besohlung nur selten in vollem Ausmaße mitbekommen und schnell mal vergessen: Asphalt kann sich im Sommer extrem stark aufheizen! Daher vor einem Spaziergang mit dem Hund lieber einmal den Handrücken für fünf Sekunden auf den Asphalt legen – ist es zu heiß für uns, sollten wir auch unserem Hund den Gang auf der Straße nicht antun!
 

4. Keine nassen T-Shirts

Vom früher oft empfohlenen Anlegen eines nassen T-Shirts o. Ä. ist mittlerweile eher abzuraten: Unter dem Stoff kann sich leicht ein Hitzestau entwickeln, wenn das verdampfende Wasser nicht schnell genug entweichen kann.
Besser: Spezielle Kühlwesten oder –matten. Diese bieten dem Hund für mehrere Stunden eine willkommene Abkühlung, egal ob in der warmen Wohnung, beim gemeinsamen Besuch längerer Veranstaltungen im Freien oder auch während einer Autofahrt.
 

5. Gegen die Durststrecke

Immer dabei : Eine Flasche Wasser. Damit gönnt man sich nicht nur selbst eine regelmäßige Erfrischung, sondern tut auch dem Hund eine Wohltat beim sommerlichen Gassi gehen.
Auch im Haus oder der Wohnung sollten ausreichend Trinkgelegenheiten vorhanden sein. Den Wassernapf also immer schön voll halten und gegebenenfalls auch mehrere Trinknäpfe aufstellen.
 

6. High Noon

Mittags steht die Sonne im Zenit, das heißt, dies sind die Stunden der intensivsten Sonnenbestrahlung. Daher lieber die Morgen- und Abendstunden zum Rausgehen nutzen.
 

7. Sonnencreme für den Hund

Ja, auch für Hunde kann Sonnencreme nützlich sein. Besonders Nase und Ohren sind empfindlich und dürfen durchaus vor einem Spaziergang in der Sommerhitze eingecremt werden.
 

8. Poolparty

Ein Sprung ins kühle Nass wirkt bei Hunden genauso für willkommene (und spaßige) Erfrischung wie beim Herrchen auch. Daher: Egal ob Pool, Planschbecken, Wanne oder Sprung in den See – der Hund sollte jede Möglichkeit nutzen. Allerdings immer darauf achten, ob es auch erlaubt ist. Badeseen können da beispielsweise teils strikte Vorschriften haben.
 

9. Siesta

Zu große Hitze macht müde und träge, egal ob Hund oder Mensch. Wenn der Vierbeiner nicht Gassi gehen will, hat er sich auch mal eine Siesta verdient, um dann am etwas kühleren Abend einen zweiten Versuch zu starten.
 

10. Sommerfrisur

Je nach Rasse könnte auch eine Kürzung des Fells (speziell Bauchbereich) im Hochsommer Erleichterung verschaffen. Es darf jedoch nicht zu sehr gestutzt werden, da es ebenfalls noch als Sonnenschutz dient und isolierende Wirkung besitzt.
Tipp: Gründliches Ausbürsten des Fells kann ebenfalls bereits Besserung bringen!
 
Wer diese Tipps im Hinterkopf behält, kann die heißen Tage in jedem Fall entspannt mit seinem geliebten Vierbeiner genießen. Denn genau dafür ist diese Jahreszeit da: Herrliche Spaziergänge an Sommerabenden, feuchtfröhlicher Spaß im Wasser oder Entspannung im Garten.
 
Wir wünschen Euch und Euren Hunden einen schönen Sommer!
 

Weitere Themen, die Dich interessieren könnten:

Produkte, die Sie interessieren könnten:

Silke Pospiech Hundeexpertin

info@belcando.de

02862-581 14

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag
von 8 bis 17 Uhr.
Freitags bis 15 Uhr.