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Die wichtigsten Infos

Hilfe gegen Zecken beim Hund


Wann ist Zeckenzeit?

Die Zeckengefahr ist generell vom April bis zum September am größten. Aber Vorsicht: Die kleine Plage kann schon bei zweistelligen Temperaturen aktiv sein. Daher: Je nach Witterung bereits ab Februar und bis in den Oktober Acht geben!
 
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Die häufigste Zeckenart

Der Gemeine Holzbock ist die häufigste und bekannteste Art in Deutschland/Mitteleuropa.

Bevorzugte Wirte:
 
  • Wildtiere
  • Haustiere
  • Menschen
Lebenserwartung: 2 – 3 Jahre
 

Zeckenstich beim Hund: Symptome und Auswirkungen

Der Zeckenstich verursacht beim Hund meist heftigen Juckreiz und/oder Schwellungen. Befinden sich Krankheitserreger im Zeckenspeichel, können teils lebensgefährliche Krankheiten übertragen werden, wie: Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose.

Man schätzt: 30 % aller Holzböcke in Deutschland tragen Borreliose-Erreger in sich, 1-4 % Anaplasmose-Erreger und in Risikogebieten 1-5 % FSME-Erreger.
 
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Weitere Arten in Deutschland: Die Auwaldzecke, Die Braune Hundezecke
 

Zecken und ihre Mythen

„Zecken fallen vom Baum auf den Wirt“ – Statt in luftigen Höhen sitzen Zecken viel eher in Gräsern und Büschen. Beim Vorbeigehen können sie so direkt an ihr Opfer herankommen.

„Sommerzeit = Zeckenzeit“ – Auch wenn die Gefahr im Sommer größer ist, kann die Zeckensaison bereits im Frühjahr beginnen und bis in den Herbst reichen.

„Immer herausdrehen!“ - Nutzt man für die Entfernung ein Zeckenhaken, wird die Zecke gerade herausgezogen. Bei einer Zeckenzange wird das Tierchen (vorsichtig) herausgedreht. Zu festes Drehen birgt die Gefahr, dass Teile der Zecke im Opfer steckenbleiben!
 

Hier lauern die Blutsauger

  • Am Waldrand
  • Auf Wiesen und Lichtungen
  • Am Wegesrand
  • Am Flussufer
  • ...
 Nicht nur ländliche Gebiete sind betroffen! Vorsicht auch hier:
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  • Hausgärten
  • Stadtparks
  • Rastplätze
  • Badeseen
  • ...
 

Schutz vor Zecken – das kannst Du tun

  • Über Gefahrengebiete für übertragbare Krankheiten Informieren. Informationsportale oder der Tierarzt sind eine gute Hilfe.
  • Meide hohes Gras und Unterholz.
  • Wenn möglich, geschlossene Kleidung tragen. Aber Vorsicht: Einen sicheren Schutz kann Kleidung nicht bieten. Zecken können relativ lange herumkrabbeln, um eine geeignete Stichstelle zu finden.
 

Parasitenschutz für Deinen Hund

Einige Möglichkeiten, um deinen Hund vor Zecken zu schützen (bitte nicht nur auf einen einzigen Schutz vertrauen!):
 
  • Anti-Zecken-Halsband
  • Schützende Sprays
  • Spot-On Kur zum Auftragen
  • Tablette gegen Zecken („Antiparasitikum“)
  • Borreliose-Impfung
 
Achtung: Nicht alle Zeckenmittel sind für jede Tierart/jedes Tieralter gefahrlos geeignet! Die Beratung beim Tierarzt hilft, das passende Produkt zu finden und ist in jedem Fall anzuraten.
 
Infos zur Borreliose-Impfung gibt die Impfkomission Veterinärmedizin.
 

Den Hund auf Zeckenbefall untersuchen

In der Zeckensaison sollte man sich nicht auf einzelne Schutzmittel verlassen. Am besten, nach jedem Spaziergang durch entsprechendes Gebiet den Hund absuchen, um das Risiko möglichst zu verringern und eine Zecke schnell entfernen zu können.

Beliebteste Stellen sind:
 
  • Ohren
  • Hals
  • Brust
  • Schultern
  • Achseln
Aber: Selbst Fachleute können beim Absuchen des Hundes Zecken übersehen! Umso wichtiger sind vorbeugende Maßnahmen zum Schutz vor den Blutsaugern.
 

Die Zecke beim Hund entfernen

Hat man an seinem Hund eine Zecke entdeckt, sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden. So wird das Risiko einer Krankheitsübertragung reduziert:
Die Zecke freilegen, nah an der Haut ansetzen und
 
  • mit einem Zeckenhaken die Zecke nach oben herausziehen;
  • mit der Zeckenzange vorsichtig herausdrehen.
Vorsicht: Die Zecke nicht quetschen!
Hautpartie anschließend desinfizieren.
 

Vorsicht vor „Hausmittelchen“

Von vermeintlichen Tipps, Zecken mit Öl, Nagellack oder Alkohol abzutöten, sollte man großen Abstand nehmen.
Gerade im Todeskampf bringen Zecken ihren Speichel vermehrt in die Wunde ein!
 

Nach der Zecken-Entfernung beim Hund

Beobachte Deinen Hund, um auf Reaktionen schnell reagieren zu können. Sind Verhaltensänderungen bemerkbar? Anderes Fressverhalten? Rötungen?
Im Zweifelsfall immer den Tierarzt kontaktieren!


 

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Silke Pospiech Hundeexpertin

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