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Der Spiegel der Gesundheit

Frühwarnsystem Fell

Dass Hunde haaren ist ganz normal. Bei jahreszeitlichen Veränderungen reagieren sie zudem mit dem Fellwechsel. Bei einigen Vierbeinern zeigen sich dann jedoch Haut- und Fellprobleme. Was tun bei juckender Haut und schuppigem Haarkleid?
 

Fellwechsel: Haut- und Fellprobleme 

Zweimal im Jahr, im Frühling und Herbst, steht der Fellwechsel bei unseren Hunden an. Bei einigen Vierbeinern treten daraufhin Haut- und Fellprobleme auf. Die Haut juckt und ist gerötet, das Fell ist spärlich oder stumpf und schuppig. Verantwortlich dafür kann eine unzureichende Ernährung sein. Der Zustand von Haut und Fell ist ein guter Indikator für die Gesundheit des Hundes. Man sagt: Das Haarkleid ist der Spiegel der Ernährung. Aber nicht nur Mangelerscheinungen spiegeln sich in der Haut- und Fellbeschaffenheit wider. Auch viele Erkrankungen äußern sich über Hautentzündungen und Haarausfall. Allerdings sind nur wenige Fälle von Hauterkrankungen, Alopezie (Kahlheit), Pigmentstörungen oder starkem Haarausfall durch einfache Umstellung der Nahrung zu heilen. Hier muss stets ein Tierarzt der Ursache des Hautproblems auf den Grund gehen.
 

Allergien sind auf dem Vormarsch

Circa 25 Prozent aller Hunde werden wegen Problemen an Haut und Haaren in tierärztlichen Praxen vorgestellt. Besonders Allergien gewinnen immer mehr an Bedeutung. Allergische Reaktionen können unter anderem durch Aufnahme von Aero-Allergenen wie Pollen, Hausstaub und Hausstaubmilben hervorgerufen werden. Aber auch Futter-Unverträglichkeitsreaktionen treten immer häufiger auf und stellen für die befallenen Tiere eine quälende Belastung dar. Hier sollte man einen Tierarzt, der sich auf Dermatologie spezialisiert hat, aufsuchen. Er führt Hautbiopsien, intradermale Hauttests und zytologische Untersuchungen durch, um herauszufinden, ob es sich um eine Allergie bzw. um eine Infektion mit Bakterien oder Hefepilzen handelt.


Produkte für seidiges Fell

Für schönes, seidig glänzendes Haar kann man das Fell auch mit Pflegeprodukten behandeln. Hier eignen sich Aloe-Vera-Präparate, die die Haut beruhigen und das Haar pflegen. Ab und zu kommt man um ein Pflegebad nicht umhin. Das sollte aber die Ausnahme bleiben. Die Gabe von Leinöl, Kieselerde, Bierhefe, Biotin, Zink und Omega-3-Produkten zum Futter kann den Fellwechsel positiv unterstützen. Im Fachhandel gibt es spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die mit diesen Zusätzen angereichert sind. Hier sollten Sie nach Herstellerangaben füttern.

Oft leiden Hunde nach dem Fellwechsel an Biotinmangel. Biotin unterstützt die Keratinbildung und ist somit wichtig für das Fell und für die Krallen. Langhaarige Hunde benötigen mehr Biotin als kurzhaarige Vertreter ihrer Art. Biotinmangel äußert sich folgendermaßen: Das Haar wird trocken und spröde, es verliert seinen Glanz, wird brüchig und fällt schließlich aus. Die Haut wird schuppig, es können sich Ekzeme bilden. Hier helfen Biotinpräparate aus dem Handel. Die Biotinzufuhr sollte kurmäßig über sechs Wochen verabreicht werden.


Funktionen des Fells

Haare haben zahlreiche Funktionen und sind daher wichtig für den Organismus. Sie dienen zum einen als Kälteschutz. Durch kleine Muskeln am Ende der Haarwurzel können die Haare aufgestellt werden. Aber auch zur Kommunikation werden Haare eingesetzt. So kann ein Hund durch Sträuben des Nackenfells seine Stimmung anzeigen. Außerdem schützt das Fell vor Verletzungen. Und auch wenn so mancher Parasit doch seinen Weg bis zur Haut findet, einige werden aufgrund des Fells rechtzeitig abgeschüttelt. Es gibt also viele gute Gründe, stets ein Auge darauf zu haben, ob der Hund ein gesundes Fell aufweist. Grundlage dafür ist eine gesunde Ernährung!


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