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Was ein Hund können sollte

So lernt dein Hund die wichtigsten Kommandos

Damit das Zusammenleben mit Hund reibungslos funktioniert, erklären wir Ihnen drei wichtige Kommandos.

Traumpartner oder Nervensäge? Darüber entscheidet das Benehmen des Hundes. Nichts ist strapaziöser als ein Hund, der ständig quer schießt, permanenter Aufsicht bedarf und bei jeder Gelegenheit seine eigenen Entscheidungen trifft. Dabei ist es gar nicht so schwer, ihn zu einem ganz wunderbaren Partner zu machen, auf den man sich verlassen kann. Wir haben die wichtigsten Fähigkeiten zusammengefasst und erklären kurz und knapp, wie sie der Hund am schnellsten erlernt.
 

Top 1: Auf den Namen hören

Vieles ist später einfacher, wenn der Hund zuverlässig auf seinen Namen hört. Von Anfang an trainiert, klappt das sicherlich auch tadellos. Es geht darum, dass der Hund sicher weiß, dass er gemeint ist, wenn sein Name erklingt. Ob er seinen Halter dabei anschaut oder nicht, ist erstmal völlig uninteressant. Das Training lässt sich am einfachsten über die klassische Konditionierung aufbauen: Wenn gerade Kontakt zum Hund besteht, sagt der Halter den Namen und gibt dem Hund ein Leckerchen. Das wird ein paar Mal wiederholt und schon dürfen die ersten ablenkenden Reize hinzukommen. Danach vergrößert der Hundehalter allmählich die Distanz zum Hund. Wichtig: Sofort belohnen, wenn sich der Hund umschaut, am besten mit einem Lobwort und einer ausgesprochen freudigen Stimme und einem Leckerchen.
 

Top 2: Sitzen auf Signal

Der Alltag gestaltet sich angenehmer, wenn ein Hund auf Signal hin „Sitz“ macht. Die meisten lernen es schnell mit folgender Methode: Einfach ein Leckerchen nehmen und den Hund – falls nötig - mit dem Hinterteil in eine Ecke stellen. Nun das Leckerchen über den Kopf des Hundes führen, ohne dabei nach oben hin auszuweichen. Die Handbewegung geht eher in Richtung Wand. Sobald der Hund beginnt, sich zu setzen, sofort das Hörzeichen „Sitz“ geben und dann mit dem Leckerchen belohnen. Erfolgt das Hörzeichen erst, wenn der Hund bereits sitzt, ist es zu spät. Diese Übung mehrmals täglich wiederholen und dann auch ohne Wand üben.

Da es von Vorteil ist, wenn Hunde sowohl auf Hör- als auch auf Sichtzeichen zuverlässig reagieren, übernimmt die Leckerchen-Hand zunehmend das Sichtzeichen. Sie bewegt sich mehr nach oben als – wie anfangs – über den Kopf des Hundes. Welches Handzeichen letztendlich zum unverwechselbaren Signal wird, obliegt dem eigenen Geschmack. Es muss nur immer dasselbe sein. Bewährt hat sich ein nach oben gestreckter Zeigefinger bei ansonsten zur lockeren Faust geschlossener Hand. Nun abwechselnd „Sitz“ mit Hör- oder Sichtzeichen trainieren. Dabei allmählich auch den Abstand zum Hund variieren.
 

Top 3: Lass’ es

Man kann es „Nein“ nennen, doch da „Nein“ ein strapaziertes Alltagswort ist und zudem auch noch oft wütend betont wird, taugt es nicht wirklich zur Hundeerziehung. Stattdessen ein einfaches, unverkennbares Hörzeichen wählen, zum Beispiel „Lass es“, „Don’t“, „Hey“ oder „Stop“ – vorausgesetzt, diese Signale sind nicht anderweitig belegt. Ruhig und entschlossen sollte die Stimme des Trainers klingen, wenn er das „Fehler-Wort“ sagt. Dieses Hörzeichen muss für den Hund zu einem unverwechselbaren Signal werden, das ihn von gewissen Dingen abhält und vor Schaden bewahrt.

Für das Training braucht man zwei Leckerchen: ein besonders gutes und ein langweiliges. Das langweilige Leckerchen liegt auf der flachen Hand des Hundehalters und der Hund darf es fressen. Eine einfache Übung, mit zirka zehn Wiederholungen in Folge. Als nächstes liegt wieder ein langweiliges Leckerchen auf der ausgestreckten Handfläche, allerdings sagt der Hundehalter nun das „Fehler-Wort“ und schließt die Hand, bevor der Hund das Leckerchen erwischt. Bellen, an der Hand kratzen, Pfötchen geben, sich hinsetzen – egal, was der Hund versucht, er wird ignoriert. Bis er von der Hand zurückweicht oder Blickkontakt sucht. Nun wirft ihm der Halter das besonders gute Leckerchen aus geringer Distanz zu. Diese Übung in den nächsten Tagen und Wochen immer wieder neu abfragen und dann auf andere Situationen übertragen.
 

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